HAUSARBEITEN: REGELN KENNEN UND FEHLER VERMEIDEN

REGELN KENNEN UND FEHLER VERMEIDEN Tipps und Tricks

Studierende werden mit Hausarbeiten meistens erstmalig mit dem Erstellen wissenschaftlicher Arbeiten konfrontiert. Wer sich an die Einhaltung von Regeln gewöhnt, wird sie später bei den Abschlussarbeiten sicher beherrschen. Beim Schreiben von Hausarbeiten gelten die von den Fachbereichen der Hochschulen festgelegten Regeln. In diesem Beitrag wird über gängige Regelungen informiert. So gelingt der Einstieg in das Schreiben von Hausarbeiten!

Häufige Fehlerarten

Oft treten bestimmte Fehler immer wieder auf. Dies sind vor allem:

1. Die Formatvorgaben der Hochschule werden nicht eingehalten.
Zur Hausarbeit gehören formale Anforderungen einer wissenschaftlichen Arbeit. Häufige Fehler in dem Zusammenhang sind:

  • Das Deckblatt fehlt (Titel, Autor, Ort und Datum).
  • Es fehlt ein Inhaltsverzeichnis.
  • Das Literaturverzeichnis fehlt.
  • Die wörtlichen Zitate sind nicht durch Anführungszeichen gekennzeichnet.
  • Es fehlen die Belege von direkten oder indirekten Zitaten.
  • Die Zitatnachweise sind nicht korrekt oder unvollständig.

2. Es fehlt eine klare wissenschaftliche Fragestellung

3. Das Thema ist nicht klar gefasst und nicht exakt eingegrenzt

4. Vermeintliche oder echte Fakten werden ohne hinreichenden Bezug zur Literatur dargestellt.

5. In der Hausarbeit fehlt die eigenständige Auswertung. Die Arbeit besteht hingegen aus einer Dokumentation bestehender Literatur.

Formale Anforderungen an eine Hausarbeit

Mit Hausarbeiten wird Studierenden die Gelegenheit gegeben, ein Thema selbstständig wissenschaftlich und mit einer konkreten Frage zu bearbeiten. Obwohl sie ausschließlich für den Lehrbetrieb erstellt werden und nicht zur Veröffentlichung gedacht sind, müssen sie formale Anforderungen erfüllen. Diese sind mit anderen wissenschaftlichen Arbeiten vergleichbar. Nachstehend werden die üblichen Vorgaben für die Bereiche Aufbau, Sprache und den Umgang mit Literatur aufgeführt.

Der Aufbau von Hausarbeiten

Der Aufbau von Hausarbeiten folgt in der Regel folgendem Muster:

  1. Deckblatt (mit Angabe von: Autor der Arbeit, Studiengang, Anschrift, Matrikelnummer, E-Mail-Adresse, Titel der Hausarbeit und Angabe der jeweiligen Lehrveranstaltung)
  2. Inhaltsverzeichnis mit Angabe der Seiten
  3. Einleitung (Erklärungen und Begründung zum Thema, der Fragestellung und der eigenen Vorgehensweise)
  4. Hauptteil (Untersuchung der Frage, Zusammenfassen der Ergebnisse, Einordnen in andere Themen, Ausblick auf weitere anzustrebende Untersuchungen)
  5. Literaturverzeichnis
  6. Unterschriebene Erklärung (eidesstattliche Erklärung, dass die Arbeit selbstständig angefertigt wurde und nicht aus anderen Veröffentlichungen entnommen wurde, ohne diese als solche kenntlich gemacht zu haben)

Wissenschaftliche Sprache

Mit den Hausarbeiten sollen sich Studierende an eine wissenschaftliche Sprache gewöhnen. Das bedeutet, sie ist sachlich und der Sache angemessen. Alltagssprache ist grundsätzlich zu vermeiden. Benutzte Fachbegriffe sollen korrekt sowie angemessen verwendet werden. Beim ersten Gebrauch sind Fachbegriffe kurz zu definieren. Dies gilt vor allem dann, wenn verschiedene Bedeutungen möglich sind. In dem Fall darf die Information durch eine Fußnote nicht fehlen, welcher Bedeutung der Verfasser der Hausarbeit gefolgt ist.

Umgang mit verwendetet Literatur

Bevor eigene wissenschaftliche Erkenntnisse erzielt werden, muss der aktuelle Stand der Wissenschaft korrekt abgebildet werden. Das bedeutet, wissenschaftliche Arbeit stützt sich auf bereits vorhandene Erkenntnisse und baut darauf auf.

Die Nutzung wissenschaftlicher Erkenntnisse setzt deren Nachweis voraus.

Die Gründe dafür sind einleuchtend:

    • Autoren haben einen Urheberrechtsanspruch auf ihre eigenen erarbeiteten und verfassten Gedanken.
    • Die Übernahme fremder Gedanken, ohne diese als solche zu kennzeichnen, ist versuchte Täuschung.
    • Die Qualität einer wissenschaftlichen Arbeit wird unter anderem durch die Auswahl der verwendeten Literatur gekennzeichnet.
  • Leser und Leserinnen der Arbeit soll die Möglichkeit gegeben werden, in der verwendeten Literatur weiterzulesen.

Die benutzte Literatur muss in einem Literaturverzeichnis am Ende der Hausarbeit aufgeführt werden.
Die aus der verwendeten Literatur übernommenen direkten und indirekten Zitate sind als Zitate zu kennzeichnen und die Quellen sind nachzuweisen.

Korrekt zitieren

Korrekt zitieren
Zitat bedeutet im wissenschaftlichen Kontext: die wörtliche oder sinngemäße Übernahme von geistigem Eigentum eines Dritten. Zitate sind immer zu belegen, das bedeutet nachzuweisen. Der Leser muss bereits beim Lesen erkennen, dass die Aussage aus einer anderen Quelle stammt und nicht vom Autor selbst. Dazu gehört, dass er mühelos die zitierte Quelle finden kann.

In der Wissenschaft existieren einige allgemeine Regeln, die beim Zitieren zu beachten sind:

  • Das direkte Zitat muss in Anführungszeichen gesetzt werden.
  • Direkte Zitate dürfen nicht verändert werden. Dies schließt sowohl die Satzstellung, die Rechtschreibung wie auch Fehler ein.
  • Werden Einzelheiten des Zitats ausgelassen, können an der Stelle drei Punkte gesetzt werden. Zur Verdeutlichung sollten diese drei Punkte in eckigen Klammern gesetzt werden […].
  • In ein Zitat können Wörter eingefügt werden, sofern dies erforderlich ist. Diese Einfügungen müssen ebenfalls in eckigen Klammern stehen. Das Gleiche gilt für einzufügende Buchstaben, wenn sich mit nachstehenden Satzteilen der Kasus ändert.
  • Werden innerhalb wörtlicher Zitate, die in Anführungszeichen gesetzt werden, weitere Zitate verwendet, stehen diese in einfachen Anführungszeichen (‚einfache Anführungszeichen‘)
  • Indirekte Zitate (Zitate, die nicht wörtlich wiedergegeben werden, sondern sinngemäß), sogenannte Paraphrasen, werden in indirekter Rede formuliert. Sie weisen deutlich aus, dass es sich um Gedankengut eines anderen Autoren handelt.

Quelle: https://ug-gwc.de/hausarbeiten-regeln-kennen-und-fehler-vermeiden/

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